Der Film

Über DAS BOOT

Der Film „DAS BOOT“ wurde 1981 von den Bavaria Filmwerken, München hergestellt und gilt als einer der eindrücklichsten (Anti-)Kriegsfilme schlechthin. „DAS BOOT“ und sein unvergesslicher Soundtrack prägte eine ganze Generation meist männlicher Kinogänger und adaptierte Fassungen, Director’s Cut und Fernseh-Versionen des Films kamen bis 2011 neu auf den Markt. „DAS BOOT“ schildert eine Feindfahrt während des 2. Weltkrieges des deutschen U-Bootes U-96 aus der Sicht der betroffenen Offiziere und Matrosen, legt schonungslos die Ängste derselben offen und zeichnet somit ein äußerst realistisches Bild der Grauen des Krieges.

Handlung

1941. In La Rochelle, einem Hafen im von den Deutschen besetzten Frankreich, feiert eine junge U-Boot-Mannschaft ihre letzte Nacht an Land, bevor sie am nächsten Morgen in See sticht. Mit an Bord der U-96 befindet sich auch Leutnant Werner (HERBERT GRÖNEMEYER), ein junger, noch unerfahrener Kriegskorrespondent, der sich von der Mission Vorteile für seine Karriere verspricht. Dass er bei seiner Reise alle Extreme menschlicher Emotionen kennenlernen wird, höchste Aufregung genauso wie lähmende Langeweile, eherne Kameradschaft ebenso wie entwürdigende Unmenschlichkeit, ahnt der ehrgeizige Reporter allerdings nicht.

Kommandiert wird die U-96 von einem 30-jährigen, erfahrenen Kapitän (JÜRGEN PROCHNOW), den alle nur „Der Alte“ nennen. Sein Gesicht ist von tiefen Furchen gezeichnet – Mahnmale der leidvollen Erfahrungen, die „Der Alte“ während seiner Laufbahn machen mußte. Die Verantwortung für den Kurs trägt der Chefingenieur (KLAUS WENNEMANN). Johann (ERWIN LEDER), genannt „Das Gespenst“, ist der wortkarge Mechaniker des U-Boots, der die Motoren Tag und Nacht liebevoll pflegt. Während der ersten Tage auf See hat die Boot-Besatzung nicht viel mehr zu tun als ziellos zu kreuzen. Um sich die Zeit zu vertreiben, erzählen die Matrosen sich schmutzige Witze und prahlen mit ihren Mädchen. Doch langsam schleicht sich Unmut über den Leerlauf ein und die Männer werden zusehends aggressiver. An Privatsphäre ist in dem engen U-Boot nicht zu denken: Die Matrosen schlafen in Schichten und teilen sich eine einzige Toilette. Hilflos sehen sie zu, wie das Brot langsam zu schimmeln beginnt und der Schinken den Geschmack von Dieselöl annimmt…

Plötzlich ist der erste feindliche Zerstörer in Sicht. Der Kapitän gibt Alarm und die U-96 taucht ab. Wasserbomben explodieren ganz in der Nähe des U-Boots und erschüttern den metallenen Rumpf. Die Männer werden durch die Gänge geschleudert wie Insekten. Doch das sollte nur ein leichter Vorgeschmack auf die kommenden Ereignisse sein. Die U-96 gerät in einen wochenlangen Sturm, der sie zwingt, ständig auf Tauchfahrt zu bleiben. Die Nerven der Besatzung werden auf das Äußerste strapaziert. Als das U-Boot schließlich wieder auftaucht, wird ein Frachter-Konvoi gesichtet, der von mehreren Zerstörern eskortiert wird. Sofort lässt der Kapitän die Torpedos des U-Boots abfeuern. Um einem Gegenangriff zu entgehen, taucht die U-96 danach in die bisher undenkbare Tiefe von rund 270 Metern ab. Die metallene Hülle hält dem Druck der Wassermassen kaum stand, Bolzen platzen aus ihrer Verankerung, die U-96 steht kurz davor zu bersten.

Doch die Crew meistert auch diese lebensgefährliche Situation. Den wohlverdienten Weihnachtsurlaub bereits vor Augen, erreicht plötzlich ein Funkspruch aus Berlin die Matrosen. Der Befehl lautet: Durchbrecht die Blockade der Briten vor Gibraltar – koste es, was es wolle. Die Soldaten wissen, dass dies einem Selbstmordkommando gleichkommt, die Moral der Truppe sinkt auf den Nullpunkt. Im Schutz der Dunkelheit und knapp unter der Wasseroberfläche dahingleitend nähert die U 96 sich der feindlichen Blockadelinie…