Der Film

Jost Vacano – Kamera

Der 63-jährige Wahl-Münchner Jost Vacano kam durch seine Bekanntschaft mit Peter Schamoni zum Film und stieg danach schnell zu einem der begehrtesten deutschen Kameramänner der 70er Jahr auf. Nach einem überzeugenden Debüt als Kameramann bei Schamonis präziser Milieustudie „Schonzeit für Füchse“ (1966) engagierten ihn bedeutende Regisseure des Neuen Deutschen Films wie Roland Klick („Supermarkt“, 1973 und „Lieb Vaterland magst ruhig sein“, 1975), Volker Schlöndorff („Die verlorenen Ehre der Katharina Blum“, 1975) oder Wolf Gremm („Die Brüder“, 1976). Für seine Arbeit bei Petersens DAS BOOT wurde Jost Vacano 1982 mit einer Oscar-Nominierung ausgezeichnet. Ein Jahr später stand er bei Petersens „Die unendliche Geschichte“ hinter der Kamera. Einige seiner grössten Erfolge in den USA feierte Vacano zusammen mit dem Regisseur Paul Verhoeven, für den er schon bei dessen holländischen Produktionen („Soldiers“, 1977, „Spetters – knallhart und romantisch“, 1980) gearbeitet hatte. Nachdem sowohl „Robocop“ (1987) als auch „Die totale Erinnerung – Total Recall“ (1990) sich weltweit als Riesenhits erwiesen hatten, produzierte das eingespielte Team zuletzt das Skandalwerk „Showgirls“.